Concerti piccoli

Flyer

Ein musikalischer Rundgang mit italienischer und deutscher Musik der Renaissance und des Frühbarock. Im 16. Jahrhundert war das gleichberechtigte Musizieren das stilbildende Ideal der Komponierkunst. Um 1600 bahnte sich mit stilo recitativo eine neue Idee von Italien nach Europa: : das ausdrucksstarke Konzertieren über einem Generalbass. Wir zeichnen den Weg nach - eine Hommage an den musikalischen Dialog!

Mit Musik von Johann Hermann Schein, Christóbal de Morales, Christoph Bernhard und anderen.

Sopran - Zink/Blockflöte - Posaune - Laute - Orgel

Symphoniae Sacrae - Es steh Gott auf!

Experimentelle Klangarchitektur ...
mit Giovanni Gabrielis raumgreifenden mehrchörige Werken - komponiert für die prächtige Basilica San Marco in Venedig, und mit Musik seines Schülers Heinrich Schütz, der zweimal zum Studium in der Handelsmetropole Venedig weilte und dabei fleißig die neueste italienische Musik studierte. 

... zwischen Glauben, Krieg und Versöhnung
Zur historischen Einordnung, und um das spannungsreiche Umfeld für die Zuhörer erlebbar zu machen, rezitieren wir zeitgenössische Texte, u. a. von Martin Opitz.

Glaube und Religion als Auslöser von Krieg oder Rettungsanker in der Not? Wo stehe ich mit meinen Weltsicht, wo fängt die Schuld an? „Bin ich mehr wert, weil mein Gott größer ist?“ Widerstreitende Pole in einem zutiefst menschlichen Spannungsfeld, das an Aktualität nichts eingebüßt hat.

2 Sänger - 2 Violinen - 3 Posaunen - Dulcian - Laute - Orgel

„Die sakralen Klänge faszinierten auf Anhieb. Der Frühbarock war eine Zeit des Experimentierens, eine musikalische Rhetorik entwickelte sich, Gemütszustände und der Affektgehalt von Texten wurden durch musikalische Mittel zum Ausdruck gebracht. Das „Concerto Ludovico“ präsentierte eine Fülle musikalischer Juwelen, … mit begeistertem Applaus dankte das Publikum für die ebenso perfekte wie inspirierte Musikdarbietung.“   (Schaumburger Nachrichten, 25. 9. 2011)

De Profundis - den Himmel auf Erden!

Zwischen Cantus und Bassus – Höhen und Tiefen – Himmel und Erde

Das Programm kreist um die Grundfragen menschlicher Existenz und des Glaubens. Wir stellen frühbarocke Motetten von Heinrich Schütz, Johann Rudolf Ahle und Christoph Bernhard vor. Die Besetzung variiert von zwei Violinen und Sopran bis zu vier Posaunen und Bass.

Diese frühbarocken Konzerte sprechen eine direkte und ergreifende musikalische Sprache. Ergänzt wird das Programm durch Canzonen und Sonaten von Jan Pieter Sweelinck und Giovanni Gabrieli. Concerto Ludovico musiziert auf Kopien historischer Instrumente.

2 Sänger - 2 Violinen - 4 Posaunen - Laute - Orgel

Qui passs per sta Strada

Stellen wir uns einen Spaziergang durch das Venedig, Wien oder Dresden des 17. Jahrhunderts vor. Lange vor Schallplatte, CD oder mp3 gibt es Musik nur dort zu hören, wo es Musiker gibt. Diese Vorstellung hat uns zu einem Programm inspiriert, dass von gelehrter höfischer Verzierkunst über für die Kirche gedachte Canzonen und Sonaten bis zu damaligen „Gassenhauern“ reicht. Wir haben dafür schlichte wie kunstvolle, sorgfältig komponierte wie aus dem Stegreif entworfene, bodenständige aber auch experimentelle Musik des italienischen und deutschen Frühbarocks ausgewählt.

Sopran - Zink - Violine - Posaune - Dulcian - Laute - Orgel

Schülerkonzerte

Zu den aktuellen Konzertprojekten bietet Concerto Ludovico spezielle Schülerkonzerte an, in denen wir Ausschnitte aus dem Programm präsentieren, über Instrumente, Spielweise und Besonderheiten der Werke informieren und mit den Schülern ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen gerne auf Anfrage!

Vespro della Beata Virgine

Mantua, 1610:

Claudio Monteverdi, im Dienst des Fürsten Vincenzo am Hof der Gonzaga, lässt in Venedig eine Sammlung mit einer Messe und einer Vesper drucken. Er widmet sie dem Papst Paolo V. in Rom.

Bis heute rätseln die Musikwissenschaftler über den Zweck des Werks, manch einem gilt "die Vesper" als die musikalische Loreley, weil der überlieferte Notentext zu heftigen Kontroversen zwischen Musikern und Musikwissenschaftlern über die "richtige" Aufführungspraxis geführt haben.

Die Marienvesper folgt im Aufbau der Liturgie der Vesper an Marien-Feiertagen. Zwischen gregorianischen Gesängen erklingt eine vielseitig komponierte Reihe von Psalmen und Concerten, in der Monteverdi die kompositorischen Möglichkeiten auslotet.

Claudio Monteverdi, der schon mit seiner ersten Oper Orfeo Musikgeschichte geschrieben hatte, wird die große Vesper wohl erst in seiner nächsten Wirkungsstätte, an St. Marco in Venedig aufgeführt haben - in Mantua war er vor allem zum Dienst in der Hofmusik verpflichtet.

"Unanfechtbar, was die sechzehn Mitglieder von Concerto Ludovico auf historischen Instrumenten machten. Dezent in der Begleitung, durchdringend, wo in der Partitur vorgesehen, und kompetent in Fragen, wie alte Musik bestmöglich präsentiert werden muss. Ein Monteverdi-Plädoyer erster Klasse: So und nicht anders will man diese Musik hören."  (Mindener Tageblatt, 26. 3. 2012)