Symphoniae Sacrae - Es steh Gott auf!

Experimentelle Klangarchitektur ...

des venezianischen Meisters der Mehrchörigkeit Giovanni Gabrieli und seines Schülers Heinrich Schütz. Musik des Frühbarock erklingt in abwechslungsreichen Besetzungen von Barockgeigen, Barockposaunen, Dulcian, Laute, Orgel und 2 Sängern.

 

Das Programm erzählt eine Geschichte

... zwischen Gott-Vertrauen, Krieg und Versöhnung

Musik und Texte des 17. Jahrhunderts treten in Dialog. Die Zuhörer werden mit Texten von Opitz, Andreas Gryphius und einem Eintrag aus einer Familienbibel hinein genommen in die Situationen Gott-Vertrauen, Krieg und Vertreibung, schließlich Versöhnung.

Das Thema berührt uns - es berührt uns heute in Syrien und in Afghanistan, es berührt die Generation unserer Eltern - der Kriegskinder, es berührt uns als Kriegsenkel. Wir begegnen den Kriegen unserer Zeit, wir begegnen den Geflüchteten aus den Krisenregionen, sie kommen mit ihren Geschichten zu uns.

Im 17. Jahrhundert erlebte eine ganze Generation in Europa von 1618-48 keinen Frieden. Wie gehen Menschen mit einem Krieg ohne Ende um? Vertraue ich Gott – nur meinem Gott – nur meinen Glaubensgeschwistern? Wie finden wir verloren geglaubtes Vertrauen zueinander wieder? Finden wir eine gemeinsame Sprache der Menschlichkeit?

Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges komponierte Schütz eine konzertante Motette, ein berührendes Stück Musik, zwischen Hilferuf und Freudentaumel: „Es steh Gott auf!“ - Ein Jahr später folgte sein „Verleih uns Frieden“

Trailer - Es steh Gott auf

live Ausschnitte aus unserem aktuellen Programm

Concerti piccoli

Flyer

Ein musikalischer Rundgang mit italienischer und deutscher Musik der Renaissance und des Frühbarock. Im 16. Jahrhundert war das gleichberechtigte Musizieren das stilbildende Ideal der Komponierkunst. Um 1600 bahnte sich mit stilo recitativo eine neue Idee von Italien nach Europa: : das ausdrucksstarke Konzertieren über einem Generalbass. Wir zeichnen den Weg nach - eine Hommage an den musikalischen Dialog!

Mit Musik von Johann Hermann Schein, Christóbal de Morales, Christoph Bernhard und anderen.

Sopran - Zink/Blockflöte - Posaune - Laute - Orgel

De Profundis - den Himmel auf Erden!

Zwischen Cantus und Bassus – Höhen und Tiefen – Himmel und Erde

Das Programm kreist um die Grundfragen menschlicher Existenz und des Glaubens. Wir stellen frühbarocke Motetten von Heinrich Schütz, Johann Rudolf Ahle und Christoph Bernhard vor. Die Besetzung variiert von zwei Violinen und Sopran bis zu vier Posaunen und Bass.

Diese frühbarocken Konzerte sprechen eine direkte und ergreifende musikalische Sprache. Ergänzt wird das Programm durch Canzonen und Sonaten von Jan Pieter Sweelinck und Giovanni Gabrieli. Concerto Ludovico musiziert auf Kopien historischer Instrumente.

2 Sänger - 2 Violinen - 4 Posaunen - Laute - Orgel

Qui passs per sta Strada

Stellen wir uns einen Spaziergang durch das Venedig, Wien oder Dresden des 17. Jahrhunderts vor. Lange vor Schallplatte, CD oder mp3 gibt es Musik nur dort zu hören, wo es Musiker gibt. Diese Vorstellung hat uns zu einem Programm inspiriert, dass von gelehrter höfischer Verzierkunst über für die Kirche gedachte Canzonen und Sonaten bis zu damaligen „Gassenhauern“ reicht. Wir haben dafür schlichte wie kunstvolle, sorgfältig komponierte wie aus dem Stegreif entworfene, bodenständige aber auch experimentelle Musik des italienischen und deutschen Frühbarocks ausgewählt.

Sopran - Zink - Violine - Posaune - Dulcian - Laute - Orgel

Schülerkonzerte

Zu den aktuellen Konzertprojekten bietet Concerto Ludovico spezielle Schülerkonzerte an, in denen wir Ausschnitte aus dem Programm präsentieren, über Instrumente, Spielweise und Besonderheiten der Werke informieren und mit den Schülern ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen gerne auf Anfrage!

Vespro della Beata Virgine

Mantua, 1610:

Claudio Monteverdi, im Dienst des Fürsten Vincenzo am Hof der Gonzaga, lässt in Venedig eine Sammlung mit einer Messe und einer Vesper drucken. Er widmet sie dem Papst Paolo V. in Rom.

Bis heute rätseln die Musikwissenschaftler über den Zweck des Werks, manch einem gilt "die Vesper" als die musikalische Loreley, weil der überlieferte Notentext zu heftigen Kontroversen zwischen Musikern und Musikwissenschaftlern über die "richtige" Aufführungspraxis geführt haben.

Die Marienvesper folgt im Aufbau der Liturgie der Vesper an Marien-Feiertagen. Zwischen gregorianischen Gesängen erklingt eine vielseitig komponierte Reihe von Psalmen und Concerten, in der Monteverdi die kompositorischen Möglichkeiten auslotet.

Claudio Monteverdi, der schon mit seiner ersten Oper Orfeo Musikgeschichte geschrieben hatte, wird die große Vesper wohl erst in seiner nächsten Wirkungsstätte, an St. Marco in Venedig aufgeführt haben - in Mantua war er vor allem zum Dienst in der Hofmusik verpflichtet.

"Unanfechtbar, was die sechzehn Mitglieder von Concerto Ludovico auf historischen Instrumenten machten. Dezent in der Begleitung, durchdringend, wo in der Partitur vorgesehen, und kompetent in Fragen, wie alte Musik bestmöglich präsentiert werden muss. Ein Monteverdi-Plädoyer erster Klasse: So und nicht anders will man diese Musik hören."  (Mindener Tageblatt, 26. 3. 2012)